momac Getriebe

Bestehende Industriegetriebe an neue Betriebsbedingungen anpassen

Ändern sich Leistung, Drehzahl, Produktionsprozess oder Belastung einer Anlage, verändert sich auch die Beanspruchung des Getriebes. Beim <strong>Getriebeumbau</strong> wird das vorhandene Industriegetriebe konstruktiv an die neuen Betriebsdaten angepasst.

momac verändert dafür Übersetzungsverhältnis, Verzahnung, Lagerung und Schmierung auf Grundlage der vorhandenen Getriebekonstruktion und der neuen Anforderungen der Anlage.

Der Getriebeumbau erhält Gehäuse, Einbauraum und geeignete vorhandene Komponenten und verändert gezielt die Bauteile, die für die neue Auslegung erforderlich sind.

PIV Krangetriebe Hubgetriebe D355-2H Instandsetzung Revision neue Verzahnung

Wann macht ein Getriebeumbau Sinn?

Ein Getriebeumbau kann sinnvoll sein, wenn Drehzahl oder Drehmoment des Getriebes nach einer Leistungssteigerung der Anlage, einer Änderung der Produktionsgeschwindigkeit oder einer Veränderung des Prozesses nicht mehr mit der ursprünglichen Getriebeauslegung übereinstimmen.

Im Rahmen eines Getriebeumbaus passen wir Ihr vorhandenes Getriebe an diese neuen Betriebsbedingungen an.

Typische Ausgangssituationen sind

  • höhere Antriebsleistungen,
  • veränderte Abtriebsdrehzahlen,
  • geänderte Lastprofile.

Beim Getriebeumbau bleiben i.d.R. Gehäuse, Anschlussmaße und Einbausituation erhalten. Oft wird nur die innere Auslegung an die neuen Anforderungen angepasst, wenn erforderlich, aber auch die Anschlussmaße.

Maßnahmen beim Getriebeumbau

Der Umfang eines Getriebeumbaus ergibt sich aus der vorhandenen Konstruktion und den veränderten Betriebsparametern.

Übersetzungsverhältnis ändern

Ein neues Übersetzungsverhältnis erfordert immer eine Neuauslegung der Verzahnung. Das erfolgt unter Beibehaltung der Achsabstände.

Verzahnung anpassen

Höhere Drehmomente und veränderte Lastkollektive verändern die Beanspruchung der Verzahnung. Wir passen die Verzahnungsdaten an die neuen Anforderungen an.

Lagerkonzept verändern

Erhöhte Belastung hat Auswirkungen auf die Lagerauswahl oder Lageranordnung. Wir bauen Ihr Getriebe auf moderne Lagerkonzepte um.

Schmiersystem anpassen

Härtere Betriebsbedingungen – erhöhte Temperatur . Falls erforderlich, optimieren wir die Schmierstoffversorgung und sorgen so für eine bessere Wärmeabfuhr an den Lagern.

Wiederkehrende Getriebeschäden - Hinweis auf eine falsche Auslegung

Nach Leistungssteigerungen, Prozessänderungen oder veränderten Laufzeiten einer Ablage liegen die tatsächlichen Belastungen des Getriebes oft über den ursprünglichen Auslegungsdaten. In der Folge kann es zu früheren Getriebeschäden kommen. Eine eins-zu-eins Reparatur beseitigt in solchen Fällen zwar den Schaden, aber nicht die Ursache.

Die von uns in solchen Fällen durchgeführte Schadensanalyse stellt deshalb den Zusammenhang zwischen Schadensbild und Betriebsbedingungen her. Stellen wir fest, dass die Ursache in einer nicht mehr passenden Getriebeauslegung liegt, passen wir das Getriebe, wenn technisch möglich, an die neue Belastung an.

Verzahnungsschäden am Bonak 2

Getriebeumbau ohne Originalzeichnungen

Bei älteren Industriegetrieben fehlen häufig Herstellerunterlagen. Für den Getriebembau messen wir die Verzahnung und das Gehäuse auf. Auf Grundlage der Vermessung werden die neuen, zu den veränderten Betriebsbedingungen passenden Komponenten konstruiert und gefertigt.

Getriebeumbau oder Ersatzgetriebe?

Beim Getriebeumbau bleibt das vorhandene Industriegetriebe die konstruktive Basis. Gehäuse und passende Komponenten werden weiterverwendet oder 1:1 ersetzt, während andere Getriebekomponenten nach unserer technischen Auslegung an die neuen Betriebsbedingungen angepasst werden. Die Kosten eines Getriebeumbaus hängen von dem erforderlichen Umfang und den benötigten Neuteilen und dem Engineeringaufwand ab, sind aber in der Regel unwesentlich höher als die Kosten einer umfangreichen Instandsetzung.

Entscheiden Sie sich für ein Ersatzgetriebe, bieten wir Ihnen ein komplett neues Getriebe an.

Typische Ausgangssituationen für einen Getriebeumbau

Produktionsleistung erhöht

Eine höhere Maschinen- oder Anlagenleistung erhöht Drehmoment, Kräfte oder Betriebsdauer am vorhandenen Getriebe. Wir passen Ihr Getriebe an diese neue Belastung an.

Drehzahl oder Prozess verändert

Eine neue Abtriebsdrehzahl wird technisch erforderlich. Wir passen das Übersetzungsverhältnis entsprechend an.

Schäden treten wiederholt auf

Sie haben wiederkehrende Schäden an Verzahnung oder Lagerung an Ihrem Getriebe. Wir rechnen die Belastungen nach und passen es an die erhöhte Beanspruchung an.

Beispiele aus Getriebeumbau und technischer Anpassung

Sie haben ein Industriegetriebe, das an neue Betriebsparameter angepasst werden soll?

Senden Sie uns Getriebetyp, Anwendung, vorhandene Betriebsdaten und die neuen Anforderungen der Anlage.
Fotos, Typenschilder und vorhandene Zeichnungen ergänzen die technische Ausgangsbasis.

Häufige Fragen zum Getriebeumbau

Zu den typischen Änderungen an einem Getriebe gehören das Übersetzungsverhältnis, das Lagerkonzept und das Schmiersystem.

Die neuen Betriebsdaten werden mit der vorhandenen Getriebeauslegung verglichen. Daraus ergeben sich die erforderlichen Änderungen an Übersetzung, Verzahnung, Lagerung und Schmierung.

Die erforderlichen Bauteile, Geometrien, Wellenabstände und Anschlussmaße werden am vorhandenen Getriebe aufgenommen. Diese Daten bilden die Grundlage für Konstruktion und Fertigung der geänderten Komponenten.

Ein Ersatzgetriebe wird eingesetzt, wenn die vorhandene Konstruktion nicht als Basis für die neue Auslegung verwendet wird. Der Getriebeumbau verändert das vorhandene Getriebe, das Ersatzgetriebe ersetzt die vorhandene Einheit.

Die Schadensanalyse ordnet das Schadensbild den veränderten Betriebsbedingungen zu. Weichen Belastung und ursprüngliche Auslegung voneinander ab, wird die Getriebekonstruktion auf die aktuellen Betriebsdaten ausgelegt.

Ihre direkten Ansprechpartner für Getriebeumbauten

Marc Leske
Vertrieb Süddeutschland, Österreich und Schweiz